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Apples Batterie-Durchbruch: Steht die geplante Obsoleszenz vor dem Ende?

Der Zustand des Akkus wird für Smartphone-Benutzer immer mehr zu einem Hauptanliegen. In Online-Foren wimmelt es von Beschwerden über die Verschlechterung des Batteriezustands, und die Benutzer äußern ihre Besorgnis über selbst geringfügige Verschlechterungen.

Wenn Sie diese Sorge teilen, gibt es gute Nachrichten. Apple hat kürzlich eine „Lithium Metal Embedded Battery Cell“-Technologie patentiert, die darauf abzielt, den Batteriezustand zu verbessern und das häufige Problem der im Laufe der Zeit verkürzten Batterielebensdauer anzugehen.

Dieses Patent gibt Hoffnung, aber die Herausforderungen bleiben bestehen. Der Batteriezustand, dargestellt durch einen einfachen Prozentsatz, ist zu einer entscheidenden Kennzahl geworden, die die Stimmung der Benutzer und den Wiederverkaufsmarkt beeinflusst.

Apples neues Patent: Eine Lösung für die Batterieverschlechterung?

Das Patent von Apple zielt auf den anfänglichen Lade-Entlade-Zyklus des Akkus ab. Während dieses Prozesses werden einige aktive Lithiumionen dauerhaft eingefangen und bilden eine Schutzschicht namens Solid Electrolyte Interphase (SEI) auf der negativen Elektrode der Batterie. Dieser Prozess ist zwar notwendig, reduziert aber die Anzahl der verfügbaren aktiven Lithium-Ionen und verringert so die Gesamtkapazität der Batterie von Anfang an.

Apples Lösung beinhaltet „Pre-Lithiation“. Durch diesen cleveren Ansatz wird die Batterie während der Herstellung mit zusätzlichem Lithium vorgeladen. Auf diese Weise verbraucht das bei der Bildung der Schutzschicht verbrauchte Lithium nicht das für den Kreislauf benötigte Lithium. 

Wenn die Batterie in Betrieb genommen wird, gleicht dieses zusätzliche Lithium den Kapazitätsverlust aus dem anfänglichen Lade-Entlade-Zyklus aus, was zu mehreren Vorteilen führt:

  • Höhere Kapazität: Neue Batterien liefern von Anfang an nahezu ihre volle Kapazität.
  • Längere Lebensdauer: Die Batteriekapazität nimmt langsamer ab, was die Gesamtlebensdauer verlängert.
  • Stabilere Spannung: Der Akku arbeitet gleichmäßiger, wodurch unerwartete Abschaltungen reduziert werden.

Das Design von Apple ist bemerkenswert kompakt und integriert das Pre-Lithiation-Gerät in den Akku. Es eignet sich besonders für dünne Akkus, die häufig in Smartwatches und Kopfhörern vorkommen, auch in kleinen Räumen.


Allerdings befindet sich diese Technologie noch in der Patentphase und eine Massenproduktion ist nicht garantiert. Selbst wenn es sich um eine Massenproduktion handelt, wird es, basierend auf den bisherigen Praktiken von Apple, mindestens drei bis vier Jahre vom Patentstadium bis zur Umsetzung dauern. Dies deutet darauf hin, dass Apple die Besorgnis, die durch den Zustand des Akkus verursacht wird, erkennt und versucht, dagegen anzugehen.

Batteriezustandsprozentsatz: Die Währung des Gebrauchtmarktes

Benutzer sind sehr besorgt über den Zustand der Batterie, nicht nur wegen der Langlebigkeit, sondern auch, weil sie sich auf den Wiederverkaufswert auswirkt. Auf dem Gebrauchtmarkt ist der Zustand des Akkus ein entscheidender Faktor bei der Bestimmung des Preises gebrauchter iPhones.

Der Wert des Batteriezustandsprozentsatzes ist auf dem Gebrauchtmarkt von großer Bedeutung. Aus Profitgründen nutzen einige skrupellose Händler Methoden, um das System dazu zu bringen, die ausgetauschte Batterie als die Originalbatterie zu erkennen und einen Zustand von 100 % anzuzeigen.

Sämtliches Marktverhalten wird durch die Verbrauchernachfrage verursacht. Der Grund für dieses Phänomen liegt darin, dass Verbraucher den Zustand der Batterie überbewerten. Einige gewissenhafte Second-Hand-Händler beschweren sich auch darüber, dass sie beim Kauf von Second-Hand-Handys heutzutage nicht mehr darauf achten, ob das Motherboard original ist, sondern auf den Zustand des Akkus. Dieses Second-Hand-Konsumkonzept macht viele Second-Hand-Handyhändler unglücklich.

Das Geheimnis der kurzen Batterielebensdauer: Geplante Obsoleszenz?

Wir haben viel über neue Batterietechnologien wie Graphen- und Festkörperbatterien gehört, aber nur wenige sind umgesetzt worden. Für Hersteller sind übermäßig langlebige Batterien möglicherweise nicht ideal.

Im Jahr 2023 untersuchte der Verein „Stop Planned Obsoleszenz“ in Frankreich Apple und warf ihm eine monopolistische Strategie der „geplanten Obsoleszenz“ vor. Zuvor hatte die Behörde Apple mit einer Geldstrafe von 25 Millionen Euro belegt, weil die Leistung älterer Geräte durch Alterung des Akkus eingeschränkt wurde.

Dies wirft die Frage auf: Ist die Batterielebensdauer eine technische Herausforderung oder eine bewusste Strategie der geplanten Obsoleszenz?

Letztendlich bietet das Patent von Apple eine technische Lösung, um die Batterieangst zu bekämpfen, aber ein breiterer Wandel hin zu langlebiger Elektronik erfordert mehr als nur diese eine Innovation. Die Hoffnung liegt auf einem nachhaltigeren Zeitalter des Konsums elektronischer Produkte.

Ob dieses Apple-Patent umgesetzt wird, bleibt abzuwarten. Wir freuen uns nicht nur auf die Umsetzung von Apples Patenten, sondern auch auf eine neue Ära des Konsums elektronischer Produkte mit weniger Ängsten und mehr Nachhaltigkeit.

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