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Ein historischer Einblick in die Wiederbelebung von Mini-Tablets: Die Reise vom Niedergang zur Wiedergeburt

Im vergangenen Oktober feierte das iPad mini nach einer dreijährigen Pause eine mit Spannung erwartete Rückkehr mit dem neuen A17 Pro-Chip. Im Juni dieses Jahres stieg Xiaomi mit dem Redmi K Pad wieder in den Mini-Tablet-Markt ein, und im September brachte Huawei das MatePad Mini auf den Markt und markierte damit seine Rückkehr nach sechsjähriger Abwesenheit. Mini-Tablets, die einst scheinbar aus dem Verkehr gezogen wurden, erleben jetzt ein Wiederaufleben. Das iPad mini spielte bei ihrer Wiederbelebung eine entscheidende Rolle.

Die Geburt der Mini-Tablets

Im September 2010 veröffentlichte Samsung mit dem Galaxy Tab 7.0 sein erstes Tablet mit einem 7-Zoll-Display und ebnete damit den Weg für den Mini-Tablet-Markt. Im Gegensatz zum 9,7-Zoll-iPad war das Galaxy Tab 7.0 tragbarer und ließ sich auch mit einer Hand leichter halten. Obwohl der Umsatz bescheiden war, weckte es das Interesse anderer Unternehmen. Google und Amazon folgten diesem Beispiel mit ihren eigenen Mini-Tablets, boten Mehrwert und lernten aus den Preisfehlern von Samsung.

iPad vs. Galaxy Tab 7.0

Bis 2012 wurden über 15 Millionen Mini-Tablets von Google, Amazon und Barnes & Noble verkauft und erregten damit die Aufmerksamkeit von Apple. Als Reaktion darauf brachte Apple im Oktober 2012 das 7,9-Zoll-iPad mini auf den Markt. Phil Schiller von Apple kritisierte Mini-Tablets und behauptete, sie seien gescheitert, aber das iPad mini verkaufte im ersten Quartal 10 Millionen Einheiten und übertraf damit das Nexus 7 bei weitem, das jährlich zwischen 4,5 und 4,8 Millionen Einheiten verkaufte.

Nexus 7 vs. iPad mini

Der Erfolg des iPad mini begründete die Dominanz von Apple auf dem Mini-Tablet-Markt. Im Jahr 2013 schloss sich das iPad mini 2 dem iPad Air an, bot eine seltene erschwingliche Option für Apple und wurde zum meistverkauften Einzel-Tablet-Modell. Apple behielt einen Preisanker von 399 US-Dollar bei und setzte damit den Standard für die Branche.

Preiskämpfe und vertikale Integration

Die von Apple selbst entwickelten Prozessoren und Software boten einen erheblichen Vorteil beim Kostenmanagement. Das mit dem A5-Chip ausgestattete iPad mini hatte niedrigere Herstellungskosten im Vergleich zu Konkurrenten wie dem Nexus 7, das Nvidias Tegra 3 nutzte. Diese vertikale Integration ermöglichte es Apple, beim iPad mini eine Gewinnspanne von 40 % aufrechtzuerhalten, während das Nexus 7 kaum über 25 % lag. Das Android-Lager, das mit niedrigeren Margen zu kämpfen hat, könnte entweder die gleichen Komponentenspezifikationen wie die Flaggschiff-Telefone beibehalten – was die Preise auf über 399 US-Dollar treibt – oder die Preise auf Kosten der Leistung senken. Infolgedessen hatten Mini-Android-Tablets Schwierigkeiten, mitzuhalten.

Mit der Marktbeherrschung des iPad mini zogen sich die meisten Android-Marken aus dem Bereich der Mini-Tablets zurück, sodass nur noch High-End-Modelle von Samsung übrig blieben, das weiterhin Tablets zum Preis von etwa 399 US-Dollar auf den Markt brachte.

iPad-Verkaufsleistung 2015

  iPad-Verkaufsleistung 2015 

Der Niedergang und die Wiederbelebung von Mini-Tablets

Im Jahr 2016 stellte Samsung seine Mini-Tablets ein und Apple zog nach und drängte das iPad mini in den Hintergrund. Aber im Jahr 2019 brachte Apple das iPad mini 5 auf den Markt, das den Home-Button und die 3,5-mm-Kopfhörerbuchse beibehielt, was einen Versuch einer Lagerräumung signalisierte. Die Veröffentlichung des iPad mini 6 im Jahr 2021 markierte jedoch einen großen Wandel, mit einem verbesserten 8,3-Zoll-Liquid-Retina-Display und einer Preiserhöhung auf 499 US-Dollar, was die Messlatte für Mini-Tablets höher legte.

iPad mini 6 vs. iPad mini 5

Das Android-Comeback: Chancen und Flexibilität

Die Preiserhöhung für das iPad mini verschaffte den Android-Herstellern die Möglichkeit, wieder in den Markt einzusteigen. Aufgrund der fehlenden vertikalen Integration hatten Android-Geräte Schwierigkeiten, gesunde Margen zu erzielen und gleichzeitig mit den Angeboten von Apple zu konkurrieren. Durch die Lockerung des Preisankers von Apple haben Android-Marken jedoch nun mehr Spielraum für Innovationen und die Entwicklung leistungsstärkerer Tablets. Huaweis MatePad Mini verfügt über Flaggschiff-Prozessoren und große Akkus und positioniert sich damit als Premium-Alternative zum iPad mini.

Die Rolle des Gamings beim Mini-Tablet-Revival

Der Aufschwung beim mobilen Spielen, insbesondere bei Titeln wie Genshin Impacthat den Mini-Tablets einen deutlichen Aufschwung verliehen. Da die Prozessoren immer besser werden und das Gaming immer anspruchsvoller wird, bieten Mini-Tablets eine ideale Balance aus Portabilität, Leistung und Akkulaufzeit für mobiles Gaming. Xiaomis K Pad und das iPad mini 6 werden als „Gaming-Tablets“ vermarktet, was sie von größeren iPads unterscheidet, die stärker auf Produktivität ausgerichtet sind.

 Xiaomis K-Pad

Obwohl faltbare Telefone eine gewisse Konkurrenz bieten, liegen die Preise immer noch weit über der Spanne von 399 bis 499 US-Dollar, sodass Mini-Tablets für Verbraucher die praktischere Wahl sind. Für Hersteller bieten Mini-Tablets eine lukrative Nische, insbesondere im Vergleich zu den geringen Margen von Smartphones.

Galaxy Fold vs. iPad mini 6

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