Samsung schaltet um: Interner Speicher versorgt 60 % der Galaxy-S25-Serie mit Strom und überholt damit Micron
Laut einem aktuellen Bericht des koreanischen Medienunternehmens DealSite ist Samsung Electronics bereit, den Anteil seiner Speicherchips in der kommenden Flaggschiff-Serie Galaxy S25 deutlich zu erhöhen. Das neue interne Lieferziel wurde auf 60 % festgelegt, ein Schritt, der dazu führt, dass die Halbleitersparte von Samsung ihre Position als Hauptlieferant zurückerobert und den Konkurrenten Micron übertrifft.
Dieser strategische Wandel erfolgt, nachdem Samsungs Halbleitersparte DS (Device Solutions) frühere Produktionsherausforderungen erfolgreich gemeistert hat. Berichten zufolge hat das Unternehmen sowohl die Ausbeute als auch die thermische Leistung seines 1-Milliarden-nm-LPDDR5x-Speichers verbessert und ihn so zu einer praktikableren und zuverlässigeren Option für seine Smartphones der nächsten Generation gemacht.
Die Aussichten waren zunächst ganz anders. Aufgrund der unterdurchschnittlichen Leistung des 1-Milliarden-nm-LPDDR5x-Speichers von Samsung in der Anfangsphase hatte die MX-Abteilung (Mobile eXperience) des Unternehmens geplant, dass Micron der dominierende Lieferant sein sollte. Das MX-Team hatte sich sogar zum Ziel gesetzt, dass externe Lieferanten bis zu 60 % des Speicherbedarfs für das Galaxy S25 decken.
Nach erfolgreichen internen Verhandlungen zwischen den DS- und MX-Abteilungen und dem Nachweis einer verbesserten Produktqualität wurde die Hauptlieferantenrolle jedoch wieder an die DS-Abteilung zurückgegeben. Diese Entscheidung unterstreicht die starke Zusammenarbeit zwischen den internen Abteilungen von Samsung und ihr Vertrauen in die verbesserte interne Technologie.

Für Micron ist diese Entwicklung kein völliger Verlust. Obwohl sein Lieferanteil für den S25 geringer sein wird als zunächst erwartet, hat das Unternehmen Berichten zufolge einen bedeutenden Sieg bei den Preisverhandlungen errungen. Dieser Deal ermöglicht es Micron, sich von einem langjährigen Nachteil zu befreien, bei dem seine Speicherprodukte bei der Belieferung der MX-Abteilung durchweg günstiger waren als die der DS-Abteilung von Samsung.