Apples neues Playbook: Warum die nächste iPhone-Reihe der von Xiaomi sehr ähneln wird
Apples iPhone-Strategie war jahrelang eine Meisterleistung in Sachen Einfachheit und margenstarker Zurückhaltung: Jedes Jahr im September kam eine schlanke Flaggschiff-Serie auf den Markt. Im Gegensatz dazu verfolgen Android-Hersteller wie Xiaomi seit langem eine Mehrproduktstrategie und überschwemmen den Markt mit verschiedenen Modellen, um in jedem Preissegment konkurrenzfähig zu sein. Diese Ära geht zu Ende. Apple bereitet sich darauf vor, einen ähnlichen großvolumigen Ansatz zu verfolgen und das iPhone von einer einzelnen jährlichen Veranstaltung in ein ganzjähriges Geschäft umzuwandeln, das den gesamten Markt abdeckt, von preisbewusst bis hin zu Ultra-Premium.

Berichten zufolge ist eine massive Expansion im Gange, wobei Apple voraussichtlich zwischen Ende dieses Jahres und Anfang nächsten Jahres bis zu sechs neue iPhone-Modelle auf den Markt bringen wird. Zu dieser neuen Gerätefamilie gehören das iPhone 18 Pro und Pro Max, ein neu gestaltetes iPhone Air 2, das Standard-iPhone 18, ein neues Einsteiger-iPhone 18e und das mit Spannung erwartete faltbare iPhone, möglicherweise „iPhone Ultra“ genannt. Dieses diversifizierte Portfolio zielt darauf ab, alle wichtigen Preisklassen abzudecken und die Bedeutung des „Kaufs eines iPhones“ grundlegend zu verändern.

Der Star dieser neuen Produktreihe wird zweifellos das erste faltbare Gerät von Apple sein. Gerüchten zufolge befindet sich das faltbare iPhone in der Testproduktion und zielt darauf ab, die größten Probleme der Branche mit einem langlebigen, wirklich „faltenfreien“ Design zu lösen. Um im ausgeklappten Zustand ein ultradünnes Profil zu erzielen, kann auf Face ID zugunsten eines Touch ID-Sensors mit Ein-/Aus-Taste verzichtet werden und auf ein Teleobjektiv verzichtet werden. Das Gerät wird voraussichtlich über ein einzigartiges 5,5-Zoll-Außendisplay und einen 7,8-Zoll-Innenbildschirm verfügen, der eher wie ein iPad Mini im Querformat funktioniert, unterstützt durch erhebliche Optimierungen in iOS. Mit einem voraussichtlichen Preis von über 2.000 US-Dollar stellt es Apples mutigen neuen Vorstoß in den Ultra-Premium-Markt dar.

Dieser strategische Wandel, angeblich Teil eines „Dreijahresplans“ unter der Leitung von Hardware-Engineering-Chef John Ternus, definiert auch den iPhone-Release-Kalender neu. Das Standard-iPhone 18 wird voraussichtlich bis zum Frühjahr erscheinen und zusammen mit dem iPhone 18e auf den Markt kommen, um eine klarere Unterscheidung zu den Pro-Modellen im Herbst zu schaffen. Darüber hinaus entwickelt Apple im Hinblick auf das 20-jährige iPhone-Jubiläum im Jahr 2027 Berichten zufolge eine Gedenkedition mit einem revolutionären „Ganzglas“-Design, das an allen vier Kanten gebogenes Glas aufweist, um den Rahmen vollständig zu eliminieren.

Im Mittelpunkt dieser Erweiterung steht der gewaltige Vorsprung von Apple mit seinen hauseigenen Chips der A-Serie. Das Unternehmen ist bei der Maximierung des Werts seines Siliziums unglaublich effizient geworden. Flaggschiff-Chips treiben die Pro-Modelle an, während etwas ältere oder entsorgte Versionen (Chips mit deaktiviertem Kern) für Geräte der unteren Preisklasse wie die iPhone-„e“-Serie, iPads und sogar das neue MacBook Neo umfunktioniert werden. Dies ermöglicht es Apple, Produktionsüberschüsse in profitable, leistungsstarke Produkte für den Einstiegsmarkt umzuwandeln – ein Luxus, den seine Konkurrenten, die auf Chiplieferanten von Drittanbietern angewiesen sind, einfach nicht haben.

Apples neue Strategie übt enormen Druck auf das gesamte Android-Ökosystem aus. Während Hersteller wie Xiaomi, OPPO und vivo mit steigenden Komponentenkosten zu kämpfen haben und gezwungen sind, die Preise zu erhöhen, greift Apple von beiden Seiten aggressiv an. Mit seinem faltbaren Telefon stößt es an die Grenzen des High-End-Marktes und dringt gleichzeitig mit überzeugenden neuen Einstiegsmodellen in den budgetfreundlichen Bereich vor. Diese Zangenbewegung droht Konkurrenten unter Druck zu setzen, denen die vertikale Integration und die Kontrolle der Lieferkette von Apple fehlen.
Die Zeiten eines einfachen, vorhersehbaren iPhone-Starts sind vorbei. Durch die Einführung eines großvolumigen, mehrstufigen Ansatzes nutzt Apple seine größten Stärken – Chipdesign, Ökosystemkontrolle und Markenstärke –, um in allen Marktsegmenten konkurrenzfähig zu sein. Für fast alle anderen Smartphone-Hersteller sind die guten alten Zeiten offiziell vorbei, da sie sich nun mit einem Apple auseinandersetzen müssen, das bereit ist, sich an neue Regeln zu halten.