Das zukünftige Surface Trackpad von Microsoft „hört“ auf sich selbst bei der automatischen Kalibrierung und fordert Apples Force Touch heraus
Laut einem Bericht von Windows Latest vom 17. November hat Microsoft ein Patent für ein innovatives „Haptic-Sonic“-Trackpad angemeldet und positioniert es damit als direkten Konkurrenten zu Apples bekannter Force Touch-Technologie, die in MacBooks zu finden ist. Diese neue Technologie könnte das Benutzererlebnis auf zukünftigen Surface-Geräten neu definieren.
Ähnlich wie Apples Force Touch verzichtet dieses neue patentierte Trackpad auf einen herkömmlichen physischen Senkmechanismus und setzt stattdessen auf Motoren mit haptischer Rückmeldung, die das Gefühl eines Klicks simulieren. Das Design von Microsoft macht jedoch einen bedeutenden Schritt nach vorne, indem es ein einzigartiges Element der Selbsterkenntnis einführt.

Die Kerninnovation des Patents liegt in seiner Fähigkeit zu „zuhören“. Das System nutzt das eingebaute Mikrofon des Laptops, um das deutliche „Klickgeräusch“ zu erfassen, das der haptische Motor jedes Mal erzeugt, wenn ein Benutzer mit dem Trackpad interagiert. Dieser erfasste Ton wird dann vom Windows-System oder der Firmware mit einem voreingestellten „Ziel“-Referenzton verglichen, der das ideale akustische und taktile Feedback eines perfekt kalibrierten, brandneuen Trackpads darstellt.

Durch diesen akustischen Vergleich kann das System die aktuelle Leistung des haptischen Feedbacks genau beurteilen. Dies ermöglicht die Durchführung automatischer Mikroanpassungen, um etwaige Haptikveränderungen auszugleichen, die durch die Alterung der Hardware oder strukturelle Veränderungen im Gerätegehäuse im Laufe der Zeit verursacht werden, und so ein konsistentes Benutzererlebnis zu gewährleisten.

Darüber hinaus verfügt das System von Microsoft über einen cleveren Fehlertoleranzmechanismus. Wenn die Mikrofonanalyse ein ungewöhnliches Klickgeräusch erkennt, kann festgestellt werden, dass der interne haptische Aktuator möglicherweise nicht richtig funktioniert oder sich verschlechtert. Anstatt den Benutzer mit einem toten Trackpad zurückzulassen, kann automatisch auf eine Ersatzlösung umgeschaltet werden, z. B. die Verwendung der Lautsprecher des Geräts zur Wiedergabe eines simulierten Klickgeräuschs. Dieser intelligente Wechsel zwischen haptischem und akustischem Feedback ist ein innovativer Ansatz, der von Wettbewerbern noch nicht öffentlich erprobt wurde.
Der Anspruch dieses Patents geht über ein einzelnes Gerät hinaus. Microsoft stellt sich vor, das haptische Signal in ein universelles „haptisches Ereignis“ umzuwandeln. Sobald sich das System selbst kalibriert, kann das Betriebssystem dieses Ereignis intelligent an das am besten geeignete Gerät umleiten. Wenn beispielsweise der haptische Motor des Trackpads ausfällt, könnte das gleiche Feedbackmuster nahtlos auf eine angeschlossene haptische Maus, einen Gaming-Controller oder ein anderes unterstütztes Peripheriegerät übertragen werden, wodurch ein dauerhaftes und konsistentes taktiles Erlebnis im gesamten Geräteökosystem entsteht.