Durchgesickerte Benchmarks enthüllen Valves „Fremont“-Konsole mit 6-Core-Zen-4-CPU und RX 7600-GPU
Es sind Berichte über ein neues Spielgerät von Valve mit dem Codenamen Fremont aufgetaucht, das eine deutliche Weiterentwicklung des beliebten Steam Decks des Unternehmens zu sein scheint. Laut einem Bericht von WccfTech wird dieses Gerät von einem maßgeschneiderten AMD Hawk Point 2 SoC angetrieben, der über eine Zen 4-CPU mit 6 Kernen und 12 Threads verfügt, die bis zu 4,8 GHz beschleunigen kann, und über 16 MB L3-Cache verfügt. Dieses Leck deutet darauf hin, dass Valve ein Gerät mit Leistung auf Konsolenniveau entwickelt.
Das Fremont-Gerät ist bereits in der Geekbench-Datenbank aufgetaucht, wo seine Spezifikationen darauf hindeuten, dass es eher einer herkömmlichen Spielekonsole als einem Handheld entspricht. Die Benchmark-Ergebnisse zeigen einen Single-Core-Score von 2412 und einen Multi-Core-Score von 7451, was auf eine erhebliche Leistungsfähigkeit hinweist.

Das Highlight des Fremont ist sein AMD Hawk Point 2 SoC. Die integrierte Zen-4-CPU läuft mit einer Grundfrequenz von 3,2 GHz und steigert die Taktung auf 4,8 GHz, unterstützt von 16 MB L3-Cache und 6 MB L2-Cache. Dies stellt eine enorme Verbesserung gegenüber dem Steam Deck OLED dar, das eine 4-Kern-8-Thread-Zen-2-CPU mit einer maximalen Frequenz von 3,5 GHz und nur 4 MB L3-Cache verwendet. Die Erhöhung der Kernanzahl, der Taktrate und der Cache-Größe deutet auf einen großen Sprung in der Rechenleistung hin.
Auf der Grafikseite ist das Fremont mit einer Radeon RX 7600 GPU ausgestattet, die auf der RDNA 3-Architektur basiert. Es wird angenommen, dass es sich hierbei um eine diskrete GPU handelt, die voraussichtlich über 28 bis 32 Recheneinheiten und mindestens 8 GB dedizierten VRAM verfügt. Dies ist ein monumentales Upgrade im Vergleich zu den 8 RDNA 2 Compute Units, die in der integrierten Grafik des Steam Decks zu finden sind, und verleiht dem Fremont die nötige Leistung, um anspruchsvolle AAA-Spiele in Konsolenqualitätseinstellungen zu bewältigen.

Der geleakte Prototyp wird mit 8 GB DDR5-5600-Speicher gezeigt. Das ist zwar weniger als die 16 GB LPDDR5-8533-Speicher im Steam Deck OLED, die Leistungssteigerungen durch die neue Architektur werden aber dennoch deutlich durch die beeindruckenden Geekbench-Ergebnisse belegt. Es ist möglich, dass die endgültige Verkaufsversion über eine andere Speicherkonfiguration verfügt.
Diese Spezifikationen unterscheiden Fremont von früheren Gerüchten über ein „Steam Deck 2“ mit einem Aerith Plus SoC. Die durchgesickerte Hardware deutet darauf hin, dass Fremont auf den Markt für Hochleistungskonsolen abzielt und nicht ein direkter Nachfolger des Handheld-Steam Decks ist. Dieser Schritt könnte Valve zu einem ernsthaften Konkurrenten im Bereich Heimspielkonsolen machen und eine leistungsstarke Alternative für PC-Spieler bieten.