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Von der Zurückhaltung zum Rennen: Apples Vorstoß zur KI-Fotobearbeitung in iOS 27 signalisiert einen Strategiewechsel

Laut einem Bloomberg-Bericht bereitet Apple die Einführung einer neuen Suite von KI-Fotobearbeitungstools auf der diesjährigen WWDC vor, die in die Fotos-App auf iPhone, iPad und Mac integriert werden sollen. Nach einem Jahr der relativen Ruhe ist Apple Intelligence bereit, mit der Veröffentlichung von iOS 27 wieder ins Rampenlicht zu rücken. Dieser Schritt stellt einen bedeutenden Wandel für das Unternehmen dar, das erst vor zwei Jahren öffentlich erklärt hatte, dass es keine KI-Fotobearbeitung betreiben werde, nun aber diesem Beispiel unter starkem Druck der Konkurrenz folgt.

 

Von der Zurückhaltung zum Rennen: Apples Vorstoß zur KI-Fotobearbeitung in iOS 27 signalisiert einen Strategiewechsel

 

Während Apple Intelligence in iOS 18 bereits ein grundlegendes Tool zum Entfernen von Objekten eingeführt hat – eine Standardfunktion auf modernen Smartphones – sind die Konkurrenten auf dem Vormarsch. Google hat beispielsweise die KI-Bearbeitung zu einer charakteristischen Funktion gemacht, die es Nutzern ermöglicht, Gesichtsausdrücke zu ändern, Personen zu Gruppenfotos hinzuzufügen und sogar ganze Hintergründe zu rekonstruieren. Das gesamte Android-Ökosystem entwickelt ähnliche Funktionen rasch weiter.

 

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Im kommenden iOS/iPadOS/macOS 27 plant Apple, der Bearbeitungsoberfläche der Fotos-App ein neues „Apple Intelligence Tools“-Modul mit drei Hauptfunktionen hinzuzufügen. Der weitere Weg verläuft jedoch nicht ganz reibungslos. Nach Angaben von Mitarbeitern, die an internen Tests beteiligt sind, ist die Entwicklung dieser Funktionen auf Schwierigkeiten gestoßen. Die komplexeren Funktionen „Reshape“ und „Generative Expand“ sind Berichten zufolge instabil und Apple könnte ihre Veröffentlichung verzögern oder sogar abbrechen.

 

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Über die Fotobearbeitung hinaus konzentriert sich das iOS 27-Update auf zwei Hauptthemen: Optimierung und KI. Nach der Einführung der Designsprache „Liquid Glass“ in iOS 26, die zu einem spürbaren Rückgang der Systemstabilität führte, wird sich iOS 27 stark auf Fehlerbehebungen, Leistungsverbesserungen und Verlängerungen der Akkulaufzeit konzentrieren. Die verbleibenden Aktualisierungen werden sich auf KI konzentrieren, einschließlich eines erneuten Versuchs, die vor zwei Jahren versprochene KI-gestützte Siri vollständig zu implementieren. Trotz der langen Entwicklungszeit deuten interne Berichte darauf hin, dass wichtige Funktionen, wie die Sprachsteuerung von Apps über Siri, immer noch leistungsschwach sind, was bedeutet, dass es möglicherweise als „technische Vorschau“ eingeführt wird.

 

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Berichten zufolge plant Apple außerdem, Siri in einen Chatbot ähnlich wie ChatGPT und Google Gemini umzuwandeln, komplett mit einer eigenständigen App für Gespräche und Verlauf. Darüber hinaus entwickelt das Unternehmen eine KI-Suchmaschine für Safari und Spotlight und prüft einen Abonnementdienst namens „Health+“, der mithilfe von KI-Agenten personalisierte Gesundheitsanalysen und Empfehlungen von echten Ärzten bereitstellt.

Dieser aggressive KI-Vorstoß steht in scharfem Kontrast zur vorherigen Haltung von Apple. In einem Interview mit dem Wall Street Journal im Januar 2025 erklärte Software-Chef Craig Federighi Apples begrenzten Ansatz bei der KI-Fotobearbeitung mit den Worten: „Für uns ist es wichtig, Menschen dabei zu helfen, genaue Informationen und keine fiktiven ‚Fantasien‘ auszutauschen.“ Diese vorsichtige Philosophie führte zum restriktiven „AI Eraser“ in iOS 18. Mit den neuen Tools von iOS 27 ist jedoch klar, dass sich die Position von Apple zu ändern beginnt, da Apple Intelligence die Authentizität von Fotos weiter verändern kann.

 

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Die rasante Entwicklung der KI hat dazu geführt, dass sich die zwei Jahre alte Apple Intelligence veraltet anfühlt. Der zugrunde liegende Treiber für diese Änderung scheint ein klassischer Fall von FOBO (Fear Of Becoming Obsolete) zu sein. In der Vergangenheit diktierte Apple, welche Funktionen wichtig waren; Jetzt muss es auf die Erwartungen der Benutzer und die Entwicklung der Branche reagieren. Die KI-Funktionen in iOS 27, von denen viele zuvor von Apple abgelehnt wurden, sind im Wesentlichen eine späte, aber notwendige Aufholjagd.

Ob Apple diese Funktionen gut umsetzen kann, bleibt eine entscheidende Frage. Das vorhandene Foto-Radiergummi-Tool wird oft dafür kritisiert, dass es weniger effektiv ist als seine Android-Pendants. Da die neuen, komplexeren Tools bereits mit Stabilitätsproblemen konfrontiert sind, steht Apple unter Lieferdruck. Beim Navigieren in der Wettbewerbslandschaft und den Erwartungen der Benutzer scheint Apple seine Grundwerte anzupassen und zu versuchen, seinen Platz in einer KI-gesteuerten Welt zu finden. Durch die Verfolgung der Trends stellt Apple vorerst sicher, dass es ein wichtiger Akteur am Tisch bleibt, auch wenn es nicht an der Spitze steht.

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