AMD bestätigt 2-nm-Zen-6-EPYC-Prozessoren „Venice“ für 2026 inmitten Rekordzahlen
AMD hat eine beeindruckende finanzielle Leistung erbracht und rekordverdächtige Ergebnisse für das dritte Quartal seines Geschäftsjahres 2025 bekannt gegeben, das am 27. September endete. Einem Bericht von Wccftech vom 5. November zufolge erzielte das Unternehmen einen Umsatz von 9,2 Milliarden US-Dollar, was einer deutlichen Steigerung von 36 % gegenüber dem Vorjahr und einer Steigerung von 20 % gegenüber dem Vorquartal entspricht. Diese beeindruckende Zahl übertraf deutlich die Erwartungen der Wall Street und signalisierte eine starke Dynamik für den Halbleiterriesen.

Während der Telefonkonferenz zu den Ergebnissen gewährte Dr. Lisa Su, CEO von AMD, einen mit Spannung erwarteten Einblick in die zukünftige Roadmap des Unternehmens. Sie bestätigte, dass der EPYC-Prozessor der nächsten Generation mit dem Codenamen „Venice“ im Jahr 2026 auf den Markt kommen soll. Dieser neue Chip wird auf dem fortschrittlichen 2-nm-Prozessknoten von TSMC aufgebaut und über die Zen-6-Architektur verfügen. Dr. Su wies darauf hin, dass sich Venice bereits in Labortests befinde und hervorragende Ergebnisse zeige, die „erhebliche Verbesserungen“ bei Leistung, Energieeffizienz und Rechendichte versprechen. Es wird erwartet, dass mehrere große Cloud-Dienstleister zu den ersten gehören, die die neuen Prozessoren einsetzen.
Zusätzlich zu den Server-CPU-Fortschritten enthüllte Dr. Su auch Pläne für den KI- und Hochleistungs-Computing-Bereich. Die Veröffentlichung einer Helios-Lösung der nächsten Generation auf Basis der MI400-Architektur ist für nächstes Jahr geplant. Dieser leistungsstarke Beschleuniger soll eine Rechenleistung von bis zu 40 PFLOPs liefern und mit 432 GB HBM4-Speicher ausgestattet sein, der eine Bandbreite von 19,6 TB/s bietet. Damit positioniert sich die Helios-Lösung als ernstzunehmender Konkurrent der kommenden Rubin-Plattform von NVIDIA.
Mit Blick auf die Zukunft gab AMD eine optimistische Prognose für das vierte Quartal ab. Das Unternehmen prognostiziert einen Umsatz von rund 9,6 Milliarden US-Dollar, was einer Steigerung von 25 % gegenüber dem Vorjahr entsprechen würde. Diese Prognose liegt auch deutlich über dem Marktkonsens von 9,15 Milliarden US-Dollar und spiegelt das Vertrauen des Unternehmens in seinen anhaltenden Wachstumskurs wider.
Allerdings waren die finanziellen Aussichten nicht ohne Nuancen. Im Hinblick auf die Rentabilität prognostiziert AMD für das vierte Quartal eine bereinigte Bruttomarge von 54,5 %. Dies war zwar ein starker Wert, entsprach jedoch lediglich den Markterwartungen und übertraf sie nicht. Man geht davon aus, dass diese übereinstimmende Prognose zu den Margen der Hauptgrund für einen leichten Rückgang des AMD-Aktienkurses während des nachbörslichen Handels nach der Ankündigung ist.