AMD Alveo MA35D Medienbeschleuniger vorgestellt

Der AMD Alveo MA35D Multimedia Accelerator wurde von AMD vorgestellt und verfügt über eine spezielle ASIC-Architektur und eine Videoverarbeitungseinheit (VPU), die für hochdichtes und „Ultra“-Multimedia-Streaming mit minimaler Latenz optimiert wurde, ideal für Live-Auftritte. Den Tests von AMD zufolge soll der Alveo MA35D erhebliche Vorteile für eine neuartige Kategorie von Streaming-Anwendungen mit geringer Latenz bieten und gleichzeitig die Infrastrukturkosten senken.
AMD Alveo MA35D: Beschleunigerkarte, die die AV1-Ära einläutet

Die VPU des Alveo MA35D sei darauf ausgelegt, „die gesamte Video-Pipeline zu beschleunigen“, sagte AMD. Die Minimierung der Datenübertragung zwischen CPU und Beschleuniger ist möglich, da die PCIe-Karte alle Videoverarbeitungsaufgaben innerhalb der dedizierten VPU bewältigen kann. Dadurch wird die Gesamtlatenz erheblich reduziert und die Kanalkapazität maximiert, sodass jede Karte bis zu 32 1080p60-Streams, 8 4Kp60-Streams oder 4 8Kp30-Streams verarbeiten kann.

Laut AMD bietet der Alveo MA35D eine bis zu 4-mal höhere Kanaldichte und eine bis zu 4-mal geringere Latenz in 4K im Vergleich zur Vorgängergeneration (Alveo U30), was zu einer 1,8-mal höheren Komprimierungseffizienz bei gleichem VMAF-Score führt. VMAF ist eine häufig verwendete, objektive Videoqualitätsmetrik mit vollständiger Referenz, die von Netflix entwickelt wurde.

Die neue Medienplattform von AMD unterstützt die gängigsten Video-Codecs (H.264 und H.265) und unterstützt gleichzeitig den AV1-Codec der nächsten Generation, um bis zu 52 % niedrigere Binärbitraten für bemerkenswerte Bandbreiteneinsparungen bei gleicher wahrgenommener Videoqualität zu liefern.
Der Direktor der Alliance for Open Media, Matt Frost, glaubt, dass die Alveo MA35D-Erweiterungskarte ein wichtiger Meilenstein beim Aufbau eines vollständigen Ökosystems ist, das Open-Source-HD-Videogeräte, -Produkte und -Dienste mit intakten Rechten unterstützt.
Gemäß den neuesten Technologietrends verfügt Alveo MA35D außerdem über einen integrierten KI-Prozessor, der die Qualität von Erlebnissen bei reduzierter Bandbreite verbessern soll. Die auf KI basierende „intelligente Videopipeline“ bewertet den Inhalt Frame für Frame, um die Encodereinstellungen dynamisch anzupassen. Dieser Prozess verbessert die wahrgenommene visuelle Qualität und reduziert gleichzeitig die Bitrate.

Laut AMD wurde Alveo MA35D entwickelt, um Unternehmen dabei zu helfen, die Anzahl der Kanäle pro Server zu maximieren und gleichzeitig den Stromverbrauch und die Bandbreite pro Stream zu minimieren. Ein 1U-Rack-Server mit 8 Karten kann bis zu 256 1080p60-Kanäle (32 1080p60-Streams pro Karte) bei 1 Watt pro Stream liefern und sorgt so für eine erhebliche Effizienz pro Server, Rack oder Rechenzentrum.
Software Development Kit und Produktverfügbarkeit
Dank der Unterstützung durch das AMD Media Acceleration SDK können Entwickler mithilfe der weit verbreiteten Video-Frameworks FFmpeg und GStreamer problemlos Anwendungen für die Plattform erstellen.

Die Medienbeschleuniger Alveo MA35D werden bereits getestet und die Produktionsauslieferung ist für das dritte Quartal geplant. Um die Entwicklung zu beschleunigen, steht qualifizierten Kunden ein Early-Access-Programm mit umfassender Dokumentation und Softwaretools zur Erkundung der Architektur zur Verfügung. Die Accelerator-Karte kostet 1.595 US-Dollar.
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