Kawasaki CORLEO: Ein wasserstoffbetriebener Roboter, auf dem Sie fahren können

Das japanische Unternehmen Kawasaki beweist, dass Boston Dynamics nicht das einzige Unternehmen ist, das spektakulär aussehende Roboter-Vierbeiner bauen kann. Das Unternehmen, bei Privatkunden vor allem durch seine Motorradsparte bekannt, stellte die „Konzept-01 Corleo" auf der Expo in Osaka/Kansai, die an diesem Sonntag (13.04.2025) im Westen Japans beginnt und wegen ihres futuristischen Designs viral gegangen ist.

Vierbeiniger Roboter aus der Welt der Videospiele
Hinter dem Namen verbirgt sich ein Roboterassistent in der Entwurfsphase, der nicht nur ein Motorrad-Löwe-Hybrid ist, sondern auch als Lasten- und Transportfahrzeug dienen soll. Es verspricht auch, Gelände zu bewältigen, in denen herkömmliche Fahrzeuge versagen.

Die vier Gliedmaßen der Maschine können einzeln gesteuert werden. Sie verfügen über „Gummihufe“, die für eine gute Traktion sorgen. Das „Hinterteil“, also das Modul mit den Hinterbeinen, ist mit einer Art „Schwinge“ realisiert, die beim Gehen und Laufen den größten Teil der Stöße auffängt und weitgehend mechanisch von Sitzfläche und Vorderseite getrennt ist. Dies soll die Fahrt auch in felsigem Gelände komfortabler machen.

Angetrieben wird Corleo von einem 150 Kubikzentimeter großen Wasserstoffmotor, der die nötige Leistung für den Betrieb liefert und die Emissionen des Roboters beherrschbar halten soll. Während die Produktionskosten nicht beziffert wurden, gibt das Gerät während des Gebrauchs nur Wasserdampf ab. Für seine Konstruktion werden hauptsächlich Materialien auf Basis von Metall und Kohlefaser verwendet.

Zur Kontrolle setzt Kawasaki auf den Segway-Ansatz. Anstelle von Joysticks, Knöpfen oder Hebeln erkennt der Roboter über Sensoren im Lenker und in der Fußstütze die Gewichtsverlagerungen des Fahrers und reagiert entsprechend bei Richtungsänderungen.

Der Hersteller spricht von „einem sicheren Gefühl der Einheit zwischen Mensch und Maschine“. Ein Display informiert über den Füllstand des Wasserstofftanks, die Strecken- und Kartenposition sowie den aktuellen Schwerpunkt des Fahrers. Nachts bietet Corleo nicht nur Scheinwerfer, sondern projiziert auch Markierungen auf den Boden, die den optimalen Weg durch das Gelände in die gewählte Richtung zeigen.
Mögliche Markteinführung
Allerdings wird es noch einige Zeit dauern, bis Kawasaki den Corleo – oder einen darauf basierenden Roboter – auf den Markt bringt. Die Konzeptpräsentation soll einen Einblick in die längerfristige Zukunftsvision des Unternehmens geben. Spezifikationen wie Nutzlastkapazität, Reichweite oder Höchstgeschwindigkeit stehen dementsprechend noch nicht fest. Eine mögliche Markteinführung könnte etwa im Jahr 2050 erfolgen.
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